Steinbock

December 26, 2011Posted by Someone

 
Seit über 100 Jahren freilebend - Steinböcke in den Schweizer Alpen

Die Wiederansiedlung des Steinbocks hat in der Schweiz einen sehr hohen Stellenwert. Eine erfolgreiche Vermehrung von Steinbockpopulationen gelang Jägern aus dem Wallis im Jahr 1906, nachdem zunächst Anträge abgelehnt wurden, Steinböcke aus Italien für die Schweizer Freiberge zu erwerben. Schließlich wurde in verschiedenen Tierparks nach illegaler Einfuhr der Tiere mit der Zucht von Steinböcken begonnen, wobei die erste Wiederansiedlung im "Peter und Paul"-Wildpark gelang. Aus diesen Züchtungen verbreiteten sich schließlich im St.Galler Oberland, in Graubünden, um Bern und im Schweizer Nationalpark immer mehr Steinböcke.

Die Vergrößerung der Populationen ging zunächst langsam voran, doch von den 1960er Jahren an stiegen die Bestände von Steinböcken immer rapider an - von etwa 2000 auf 10000 Tiere. Anfang der 1990er Jahre wuchsen die Populationen bis zu circa 14400 Steinböcken an. Allmählich zeigte sich, dass sich das Steinwild jedoch zu sehr vermehrte, so dass eine regulierende Bejagung durch einheimische Jäger notwendig wurde. Durch die Jagd wird das natürliche Gleichgewicht wieder hergestellt. Die Populationen vermischten sich seit Beginn der Wiederansiedlungsprogramme, so dass seit Anfang der 1990er Jahre nur noch acht voneinander getrennte Kolonien unterschieden werden können.


Kraftvoll und beeindruckend - der Steinbock

Steinböcke gehören zur Gattung der Ziegen. Sie beeindrucken durch eine ausgezeichnete Sinneswahrnehmung und hervorragende Kletterkünste. Steinböcke wurden bis Mitte des 19.Jahrhunderts durch intensive Bejagung beinahe ausgerottet - mittlerweile haben sich ihre Bestände in den Alpen und im europäischen Raum wieder erholt. Das Vorkommen des Steinbocks erstreckt sich von Europa über Afrika, Asien und Ägypten bis in den Kaukasus. Die lateinische Bezeichnung des Steinbocks ist Capra ibex, er wird den Säugetieren zugeordnet und zählt zu den Paarhufern und Hornträgern. Im 17.Jahrhundert rankten sich um den Steinbock zahlreiche abergläubische Geschichten, weshalb diese Tiere besonders fanatisch gejagt wurden. Steinböcke werden auch als Könige der Berge bezeichnet.